Teufelsberg
Foto: Pharus-Plan
Blick vom Aussichtsplateau über die Hauptstadt (Foto: 2007) Grunewald
Sie erreichen den Berg vom S-Bahnhof Heerstaße aus über die Teufelsseestraße und die Teufelsseechaussee. Zum Aussichtsplateau führen Stufen oder ein steiler Fußweg. Ein Sonnenuntergang von hier oben ist sehr empfehlenswert, da die gesamte Hauptstadt von der untergehenden Sonne beleuchtet wird.Mit seinen 115 Metern ist der Teufelsberg der höchste Berg Berlins. Es handelt sich um einen Trümmerberg, ähnlich den Erhebungen im Volkspark Friedrichshain oder im Volkspark Hasenheide. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden am Teufelsberg nicht verwertbare Trümmerteile – insgesamt über 12 Millionen Kubikmeter – zu einem künstlichen Berg aufgehäuft um den von den Nationalsozialisten errichteten Rohbau der Wehrfakultät zu verschütten, da eine Sprengung des Rohbaus trotz mehrfacher Versuche nicht möglich war. Täglich luden ca. 600 Lastzüge rund 6800 Kubikmeter Schutt ab. Ab 1960 erfolgte eine Neuplanung des Gebiets, Wintersportanlagen wie Skihang, Rodelbahn und Skisprungschanze wurden gebaut, fertig gestellte Bereiche mit Sand und Mutterboden aufgefüllt und vorrangig mit Kiefern bepflanzt.
Die Nutzung als Freizeitgelände wurde aber durch den Bau einer Abhöranlage der US-Army vereitelt, da sie den Teufelsberg zur Überwachung der 3 Luftkorridore zwischen Berlin und der Bundesrepublik brauchte. Die Installation eines Radoms ermöglichte auch Überwachungsaufgaben bis weit in das Gebiet des Warschauer Paktes, so dass die Anlage auch zur Spionage genutzt wurde. 1992 bauten die Amerikaner das Innenleben der Anlage ab. Mittlerweile ist die Anlage dem Verfall preisgegeben.
Der Wald um den Berg ist in den letzten 20 Jahren weitgehend sich selbst überlassen worden, so dass sich urwaldähnliche Bereiche gebildet haben.
In den 70er Jahren wurde am Südhang des Teufelsberges vorübergehend Wein angebaut. Das Wilmersdorfer Teufelströpfchen wuchs hier heran. Auch der ehemalige Weinberg hat durch die wuchernde Natur ein bizarres Aussehen erhalten.
Der deutsche Alpenverein unterhält auf der Nordseite des Teufelsberges einen Kletterturm. Mit dem Mauerbau 1961 bestand für Westberliner Kletterenthusiasten keine Möglichkeit mehr, ihren Sport auszuüben. Nachdem zunächst einige Bäume im Grunewald fürs Klettern zweckentfremdet wurden, entstand 1970 nach gründlicher Planung durch den Berliner Senat eine Kletterübungsanlage. Mit einer Höhe von knapp 10 Metern und über 60 verschiedenen Kletterrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zählt er zu den beliebtesten Kletterfelsen Berlins. 1975 kopierten südamerikanische TU-Studenten die Baupläne des Turms und seit 1976 steht in Quito, der Hauptstadt Ecuadors, ein identischer Nachbau. Das Klettern am Kletterturm ist nur Mitgliedern des deutschen Alpenvereins gestattet. Von Mai bis September finden am Wochenende regelmäßig Kurse am Kletterturm statt.
E11
Autor: Maximilian Boch
Die Nutzung als Freizeitgelände wurde aber durch den Bau einer Abhöranlage der US-Army vereitelt, da sie den Teufelsberg zur Überwachung der 3 Luftkorridore zwischen Berlin und der Bundesrepublik brauchte. Die Installation eines Radoms ermöglichte auch Überwachungsaufgaben bis weit in das Gebiet des Warschauer Paktes, so dass die Anlage auch zur Spionage genutzt wurde. 1992 bauten die Amerikaner das Innenleben der Anlage ab. Mittlerweile ist die Anlage dem Verfall preisgegeben.
Der Wald um den Berg ist in den letzten 20 Jahren weitgehend sich selbst überlassen worden, so dass sich urwaldähnliche Bereiche gebildet haben.
In den 70er Jahren wurde am Südhang des Teufelsberges vorübergehend Wein angebaut. Das Wilmersdorfer Teufelströpfchen wuchs hier heran. Auch der ehemalige Weinberg hat durch die wuchernde Natur ein bizarres Aussehen erhalten.
Der deutsche Alpenverein unterhält auf der Nordseite des Teufelsberges einen Kletterturm. Mit dem Mauerbau 1961 bestand für Westberliner Kletterenthusiasten keine Möglichkeit mehr, ihren Sport auszuüben. Nachdem zunächst einige Bäume im Grunewald fürs Klettern zweckentfremdet wurden, entstand 1970 nach gründlicher Planung durch den Berliner Senat eine Kletterübungsanlage. Mit einer Höhe von knapp 10 Metern und über 60 verschiedenen Kletterrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zählt er zu den beliebtesten Kletterfelsen Berlins. 1975 kopierten südamerikanische TU-Studenten die Baupläne des Turms und seit 1976 steht in Quito, der Hauptstadt Ecuadors, ein identischer Nachbau. Das Klettern am Kletterturm ist nur Mitgliedern des deutschen Alpenvereins gestattet. Von Mai bis September finden am Wochenende regelmäßig Kurse am Kletterturm statt.
E11
Autor: Maximilian Boch
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